"Noch nehme ich mir Zeit / Zu sehen und zu schreiben,/ Zu gehen und zu bleiben,/ Zu leben lang und breit."
schreibt Eva Strittmatter in ihrem Gedicht "Noch".

(Henry Thetmeyer, der Schulzendorfer Mitarbeiter und Gärtner
fotografierte Eva Strittmatter, Barbara Nagel (links) und Gisela
Neumann (rechts) bei Regen im Schutz der Markise am Haus.)
Wir haben diese Zeilen in unseren neuen Oderbruchkalender aufgenommen,
berühren sie doch aufs Intensivste das eigene Lebensgefühl.
Nun sind wir mit unseren Bildern und der Textauswahl auf dem Weg zur
Dichterin. Es ist der 26. Mai 2008, einer der seltenen kühlen
Regentage. Frisch und grün zeigt sich das Stechliner Land.
Weithin über das Wiesental leuchten die roten Dächer des
Strittmatterhofes. Das Tor ist geöffnet, wir treten ein.
Nachtviolen und Rosa rugosa säumen den Weg zum Haus. Auf einem
extra Beet wachsen die Dalien ihrer Stunde entgegen.
Drinnen, im Haus, am berühmten langen Holztisch ist schon alles
für die Bewirtung vorbereitet. Wir fühlen uns willkommen und
vertraut. Es sind kostbare Stunden, die wir mit Eva Strittmatter
erleben: Im gemeinsamen Tun, im Gespräch über Leben und
Poesie, über Zeit und Endlichkeit, über das, was uns
trägt.
Dafür danken wir.
Liebe Oderbruchfreunde, dieser kleine Kalender hat bereits eine sechzehnjährige Tradition. Unsere Aquarelle und Pastelle entstehen vor der Natur, im unmittelbaren Erleben. Sie zeigen unseren Blick auf die Landschaft diesseits und jenseits der Oder. Seit sieben Jahren stellen wir Worte von Eva und Erwin Strittmatter dazu. Wir wünschen Ihnen Freude beim Betrachten und uns allen ein gutes Jahr 2009.
Ausstellung
Augenblicksbilder
ab 14.07.2012
im Kunstspeicher Friedersdorf
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.