Die Sonne schenkte uns Wärme, vereinzelt zogen Wolken vorbei, die Natur zeigte sich uns von der schönsten Seite. Mittags in Altlewin, die ersten Gäste und Neugierige trafen ein. Alte Bekannte, Fremde, die zu Freunden wurden, Jung und Alt - alle waren hier, um mit uns das alte Oderbruchkalenderjahr zu verabschieden und das Neue zu begrüßen. An der alten Scheune hingen die Bilder aus dem Oderbruch in Pastell und Aquarell von den Künstlerinnen Gisela Neumann und Barbara Nagel. Langsam und besonnen ließen die Besucher die Bilder auf sich wirken.
Wie jedes Jahr hatte auch das Handwerk aus dem Oderbruch seinen Platz. Der Korbmacher Raabe aus Groß Neuendorf war da und zeigte uns sein Können, Obst und Gemüse aus der Region wurde von Frau Weihs aus Kienitz Nord angeboten. Auch der Imker Horn aus Letschin hatte süßen Honig und Kerzen aus Bienenwachs dabei. Alles war liebevoll dekoriert und lag bereit.
In der alten Dorfkirche war eine kleine Foto - Ausstellung. Der Düsseldorfer Architekt Wolfgang Stark hat in schwarz weiß Fotographien den Oderbruch für sich erobert und zeigte eine kleine Auswahl seiner Fotographien. Sonnenstrahlen fielen durch die Kirchenfenster und zwischen den Kirchenbänken hindurchschlendernd wurden wir durch die Stille zum verweilen eingeladen.
Wir die Oderbruchbesucher und die Einheimischen wurden von der Bühne aus, zwischen Traktor und Kutsche, zum unserem diesjährigen Kalenderfest begrüßt. Zur Unterhaltung hörten wir von dem Trommler Yaw Freeman traditionelle Musik aus Westafrika.
Für eine kleine Stärkung hatten die Wirtsleute Kirsten und Jürgen Dunkel gesorgt, es gab Fischsuppe, Schmalzbrote und viele andere kleine Köstlichkeiten. Mit Leckereien ausgestattet ließen sich die Hungrigen an spätsommerlich dekorierten Tischen nieder und von der Sonne anlachen. Auch der Esel trug seinen Teil zur Unterhaltung bei. Man kam ins Gespräch, tauschte Eindrücke aus und genoss die letzten Sonnenstrahlen.
Zum festen Punkt des Kalenderfestes ist die Flamenco Gruppe Colores de Flamenco geworden. Auch dieses Jahr boten sie uns wieder ein Feuer aus Tanz und Leidenschaft. Erst langsam und leicht, dann immer pulsierender und kräftiger. Mitreißend zeigte sich uns ein Stück Spanien im Oderbruch.
Als die Sonne langsam unterging, der Hof sich leerte und die Motoren Geräusche von wegfahrenden Autos zu hören war, zeigte sich das Ende dieses wunderschönen Festes. Ein letzter Spaziergang an der Oder, ein paar Worte und letzte Eindrücke bevor wir uns verabschiedeten.
Ich bin Ricarda Böhm, die Schwiegertochter von Barbara Nagel
und ich hoffe wir sehen uns zum nächsten Kalenderfest am 23.
September 2006 wieder .
Wenn Sie Lust haben einige Worte über das Kalenderfest zu
schreiben oder Photos vom Kalenderfest 2005 haben, würde ich mich
über die Zusendung sehr freuen. Diese werden dann anstatt eines
Gästebuches auf der Homepage veröffentlicht.
Ausstellung
Augenblicksbilder
ab 14.07.2012
im Kunstspeicher Friedersdorf
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.